Klinik und Poliklinik für Neurologie

Reflexzonentherapie am Fuß

nach Hanne Marquardt

Dem amerikanischen Arzt Dr. William Fitzgerald verdanken wir die moderne Entwicklung der Reflexzonentherapie am Fuß ( RZF ) zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er konnte durch jahrelange Beobachtungen empirisch nachweisen, dass Zusammenhänge therapeutischer Art zwischen Körper und Füßen bestehen.

Dr. Fitzgerald erstellte vertikale Einteilungen von 10 Körperzonen und wies nach, dass die in der jeweiligen Längszone am Körper angeordneten Organe, Gewebe und Systeme in der gleichen Körperzone am Fuß der Reflexzone therapierbar sind (Form des Fußes = Form des sitzenden Menschen). Die RZF zählt zu den Umstimmungs- und Ordnungstherapien. Sie arbeitet mit der im Menschen vorhandenen Regenerationskraft. Die eigene Vitalität wird mobilisiert.

Durch eine gezielte Grifftechnik werden die Reflexzonen des Fußes vermehrt durchblutet. Dem Befund entsprechend wird anregend oder beruhigend behandelt. Die Reaktionen werden als Antwort auf den Heilreiz verstanden. Die behandelte Symptomatik kann sich zunächst verschlimmern. Diese Heilkrisen kennzeichnen eine Reaktivierung der geschwächten Regenerationskräfte im Menschen. Sie sind in jedem Fall als positiv zu bewerten.

Die RZF wird als Monotherapie eingesetzt, lässt sich aber auch hervorragend mit vielen anderen Methoden aus dem medizinisch-therapeutischen Sektor kombinieren.

Indikationen:

  • Statisch-muskuläre Überbelastungen und Fehlformen, z.B. HWS- und LWS-Syndrom Akute und chronische Erkrankungen im Urogenitaltrakt
  • Funktionsstörungen im Atmungs- und Herzbereich
  • Störungen im Verdauungssystem
  • Kopfschmerzen verschiedener Art und Genese
  • Degenerative Erkrankungen, z.B. Osteoporose
  • Neurologische Erkrankungen, z.B. M. Parkinson, Muskelschwächen u.a.
  • u.v.a.

Bei den verschiedenen Grunderkrankungen lassen sich eine Reihe von Begleitsymptomen verbessern.

Literatur:

Praktisches Lehrbuch der Reflexzonentherapie am Fuß von Hanne Marquardt